Fuenf Uhr morgens. Der Nebel liegt noch ueber der Dunkelheit und zeichnet die Welt in Bleistift. Wir schwimmen durch den Strom der Massen von Schemenhaften Menschen. Die Frauen sind in breite Schals gehuellt, die sie sich ueber die Koepfe legen und um die Schultern wiockeln, so dass sie aussehen wie kleine Hexen oder kleine Berge aus Stoff. Die Lichter der vielen kleinen Staende von Tee, Leckereien und Hindu Baendern erhellen die Massenteilhaft und lassen die Konturen des Schauspiels mal mehr mall weniger deutlich aufblitzen. Es sind einfache kleine staubige Oasen aus Tuechern, die um Bambusbalken gehaengt sind. Es gibt ein paar Buehnen auf denen tanzen und singen die Nepalesischen Lieder. Ein paar Jugendliche geben sich wie Rapper, doch singen auch sie in den tantrischen, hohen Toenen und zittern mit ihren Kehlen die Noten hervor. Ein paar Grueppchen auf den Wegen tellen sich ohne Platz zusammen und singen ihre eigenen Lieder und klatschen und stampfen. Die Tempel sind gefuellt vom ANdrang der nach Heiligem suchenden.
Endlich am Fluss. Lichter tanzen auf ihm. Vom anderen Ufer schallen Stimmenvon denen, die sich mit dem Boot direkt and die Muendung bringen liessen. Eine Feuerinsel wird entzuendet und schwimmt hinfort. Grueppchen von in rote Laken gewickelte Frauen baden sich gegenseitig im Fluss und lachen der Kaelte entgegen. Die Maenner, nur untenrum spaerlich bekleidet und gehen allein und huepfen gehockt im dunklen Wasser auf und ab, auf und ab. Einige fuellen das heute heilige Wasser in Flaschen fuer ihrte kleinen Schreine zu Haus.
Dann geht es zurueck. Yam verliert niemals Zeit. Und wir suchen und finden einen Tempel in einer Seitengasse. Hindumoenche singen ihr Mantra in den diesig-kuehlen Morgen. Besucher werfen Geld auf den Schrein, Yam speicht zu einem von ihnen und dieser kommt und fuehrt uns durch ein Tor in noch verwinkeltere Nebengaesschen zu einem tuerkisen Haus. Der Moench ist sehr jung, um seine Hueften ist ein leinenweisses Tuch gewickelt, ueber die Schultern traewgt er eine beige, duenne Wolldecke, seine fuer den schlanken Koerper noch zu langen Fuesse stehen in Flip-Flops oder nackt aus dem Gewand hervor. Auf der Stirn traegt er das weisse Zeichen, zwei Striche laufen ueber die Augen und treffen sich zu einem V auf der Nase. Der Mann, den wir suchen ist niocht dort. Wirt ziehen zurueck. Fast hastig. Die Menschen um mich herum nur erahnend, der Boden unsichtbar. Nur wenige sind groesser als ich. Lange Tuchbahnen auf dem Sand als Bettelplatz, Verkaufsstand oder Wegbefestigung verwirren meine Schritte. Ich blicke noch einmal hoch und sehe die Sterne.




