Viel zu früh auferstanden versuchten wir mehr als eine Stunde verzweifelt von unserer Plakatwand wegzukommen. Dann hatten wir Glück und wurden von einem Paerchen mit einem liebenswürdigen Pittbull mitgenommen, direkt in die Slowakei, kurz vor Bratislava. Hier verbrachten wir die Mittagshitze im Schatten und nahmen uns Sarahs Worte zu Herzen “Fahrt auf keinen Fall nach Bratislava!”(Sorry Sarah wir wollten dir eigentlich noch ne Karte aus Bratislava schicken ;).
Da wir ungefaehrlich aussahen hatten wir die Möglichkei mit einem tschechischen Paerchen direkt zum Balaton zu düsen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und so zog es uns doch wieder in das kleine Kaff am Südzipfel des Balatons, wo die Ungarn Familienurlaub machen. Feundliche Ungarn halfen uns, bei aufziehendem Unwetter, DIE ABSTEIGE zu finden. (Finden wir einen Kartenleser, wird es eine online Besichtigung geben können. Nur soviel vorneweg: Spermaflecken auf Matratzen!) Rockbar und Bier schalteten das sonst 100%ige Orientierungssystem des einen Reisenden aus so dass die Suche nach DER ABSTEIGE zu einer Tortur ungeahnten Ausmasses wurde. Mal wieder musste man in diesem Land um 10:00h auschecken. Es folgte Rumgeranze im Park und Karten schreiben an die Geburtztagskinder.
Als wir dann endlich wieder an der Strasse standen um 17:30h, dauerte es keine 10 Minuten und Tamás hielt. Ein BWL studierter Ungar der in Frankfurt arbeitete, sympathisches Wesen und perfektes Deutsch versüssten die Stunde Fahrt bis Zamardi. Er gab uns seine Karte und sagte: “Ruft mich an wenn ihr Probleme oder Fragen habt oder ihr euch verlaufen habt.” Es sollte nicht sinnlos gewesen sein.
Draussen Schlafen war die Idee, Haengematte aufhaengen wurde uns verwehrt da es “viele grosse Hunde” gaebe -> Kalte Platte! Nudeln mit Fertigpilzsosse von Knorr, erweckte den Wunsch mal wieder was richtiges zu Essen zu kochen.
“Kalte Platte” für nicht Pfadfinder:
Die Bezeichnung für Schlafen unter freiem Himmel ohne Zelt.
[...] Nonsens ist, weil es auch kein Thema wäre wenn alle sich hinsetzen würden, den empfehle ich einen anderen Artikel zu lesen und keinen Gebrauch von der Kommentar-Funktion zumachen. [...]