“Freie” und Hansestadt Hamburg, das gilt nur für den, der das nötige Kleingeld besitzt. Die Ärmeren und erst recht die Ärmsten werden von der repressiven Senatspolitik systematisch aus den “Vorzeige-Vierteln” vertrieben.
Neben dem größten Problem, der stetigen Privatisierung vormals öffentlichen Raumes, verdrängt die Stadt auch aktiv die ungewünschten Personen aus den Bereichen um und in der City. Seien es Trinker, die durch die umfassende Beseitigung von Sitzgelegenheiten vertrieben werden, seien es Junkies, die mit klassischer Musik vom Hauptbahnhof verdrängt werden sollen - die Liste der Gruppen, die nicht in das Bild einer aufpolierten Stadt von Welt passen, ist lang.
Es war wohl nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Maßnahmen gegen die allerortens zunehmenden Pfandsammler ergriffen werden sollten. Ich entdeckte das deutliche Zeichen, dass den Anlass zu diesem Artikel gab, in der ach so liberalen Langen Reihe: Eine Vorrichtung, die es erschwert, Flaschen aus den bekannten roten Mülleimern zu befördern (siehe Foto, Copyright: R. Marwege). Dass vor meinem geistigen Auge sofort ein “kein” vor dem vermeintlich lustigen Spruch auftauchte, ist verständlich. Kein Verständnis sollte man aber gegenüber dieser miesen Politik aufbringen, die zeigt, dass die Stadt nicht allen Menschen gleichermaßen offen steht, sondern dass ungern gesehene Randgruppen vertrieben werden. Gerade Hamburg als reiche Stadt sollte aber beim Umgang mit Armut, die immer existieren wird, humanistischere Wege verfolgen und mehr Geld in kreative soziale Projekte stecken.
Denn dass diese Politik der Repression nicht zukunftsfähig ist, das sollte doch eigentlich noch dem letzten klar sein.
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Kein Kommentar zu ““Eimer für alle”? Wohl kaum…”
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