Der Süden vom Norden – Birde und Till im Wunderland

Die wunderbare Reise und diese Geschichte beginnen in der tatsaechlich und nachgewiesenen teuersten Stadt der Welt. Ja, nach Dublin, Dubai und den ganzen andern Bekloppten! Das Flugzeug bringt uns in laecherlich kurzer Zeit in das (fast) letzte Land vorm Nordpol. Oslo ist schon von oben ein kleines Erieignis. Eine Stadt die sich in Berge bettet und um einen gewaltigen Fjord windet. So ganz landen wir da dann allerdings doch nicht, es bleibt bei dem ersten Ueberwaeltigensgefuehl und die Gedanken wenden sich erstmal seltsamer Ratlosigkeit zu, denn wir landen nen ganzen Haufen weiter in der Pampa. Das ist die erste Lektion fuer ahnungslose Touris: Oslo ist so teuer dass selbst die Hinfahrt extra und zwar ordentlich kostet. Ob man jetzt einen Direktflug gebucht hat, oder nicht. 140NoK fuer 40 Minuten Busfahrt in die kleine Grossstadt. Es folgt im Schritt, die zweite Lektion: alles, egal wohin, egal mit welchem Verkehrsmittel, es kostet 30 NoK. Das Geld fliesst froehlich und unsre Maegen stellen sich auf Spaghetti mit und ohne Sosse ein. Der Campingplatz den wir schliesslich finden ist allerdings ein wirlklich herrlicher Genuss! In einen netten Huegel gebettet gewaehrt er uns einen Panoramablick auf die Stadt und den Fjord, und da hier die Sonne noch ganz kurz ein bisschen untergeht, auch auf schon fast zu kitschige Himmelsschauspiele.

Natuerlich spielen wir trotz allem brav die scheuen Touristen und tingeln einen Tag lang durch in jedem Sinne vollgestopfte Besucherpfade. Dank eines schlauen Buches finden wir sogar einen echten norwegischen Laden mit echten norwegischen Dingen und geniessen und auf jeden Fall bestaunen trockenen Fisch und echten braunen Kaese -Brunost, mein liebster nordischer Freund. Wir betrachten brav allerlei tolle Gebaeude und sogar ein paar echte osloische Studenten. Daraufhin folgt die dritte Lektion: Nur weil man in Oslo wohnt, heisst das noch nicht, dass man sich hier auch etwas zu Essen leisten kann. Es laesst sich vieleicht streiten ob’s an der Preisen oder der Mode liegt, fest steht, wer in Oslo lernt, betreibt Magersucht..natuerlich unterstrichen mit ein paar schicken Roehrenjeans.

Dank unsrer steten Suche nach den Pfaden neben der Masse finden wir am Ende sogar ein fast schon bezahlbares Restaurant, in dem wir idyllisch und unterhaltsam -dank des verpeielsten Kellners der Welt (es scheint einfach die Stadt zu sein, die alles “der Welt” ist), der waehrend wir noch die Bestellung aufegeben sie wieder vergisst- unsre erste grossartige Mahlzeit der Reise einnehmen. Ach ja, und vergessen wir nicht Lektion vier: Norweger sind auch keine Hollaender.

In der naechsten Geschichte: Echte Norweger!

2 Comments Say Something
  • Mehr davon!
    Der eine Reisende und der andere Reisende
    (in Fachkreisen auch der Dicke und der Kleine genannt oder auch, Äidtsch und Nilz)
    werden in kürze eine Reise bzw. Tour ins östliche Europa anstarten und falls die Infrastruktur es zulässt auch von dort ihren Beitrag zur lustigen Landungsbrückenwelt beitragen.
    Bis dennsen der andere Reisende
    P.S.: Danke Birde!

  • juhei, was ist denn das hier!? es gefällt. bin jetzt öfter hier.

    birde, ich bin hoch erfreut, dass du mit deinem geschreibsel ziemlich genau das ausdrückst, was ich in norwegen auch empfunden habe. darüber hinaus waren wir auf dem gleichen campingplatz in oslo, sind den weg in die stadt allerdings immer gelaufen, weil uns der bus zu teuer war. dafür habe ich einen döner für 50 NOK gegessen. aber warum auch nicht? wenn fleisch und brot schon scheisse schmecken, dann zahlt man doch gern noch ein wenig für den vergammelten salat drauf.

    knutsch an alle,
    die nicht mehr reisende jula

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