Der Öko-Stromanbieter Lichtblick verändert seinen Slogan: Aus “100% Öko-Strom” machen findige Werbetexter nun “100% des prognostizierbaren Strombedarfs unserer Kunden in zertifizierter, regenerativer Qualität”. Na, da haben sie ja richtig reingehauen.
Foto: (cc) richard.brand.
Das Unternehmen musste am Mittwoch einräumen, dass es auch “schmutzigen” Strom einkauft. Warum sie die nötigen Reserven nicht in sauberen Kraftwerken vorhalten? Naja, weil es wesentlich teurer ist, als incognito an der Leipziger Strombörse einzukaufen. Aber eben auch glaubwürdiger. Und genau von dieser Glaubwürdigkeit leben Öko-Dingensanbieter doch.
Es gebe also die Möglichkeit, in der Werbung auf den Mini-Anteil konventionellen Stroms hinzuweisen. Oder aber mit sogenannten RECS-Zertifikaten zu handeln. Dabei wird etwa österreichischer Wasserstrom, in den Alpen reichlich vorhanden, auf dem Papier in koventionellen Strom umgewandelt. Im Gegenzug wird Strom etwa aus deutschen Kohlekraftwerken per Zertifikat zu Ökostrom. Umstritten, aber machbar.
Lichtblick zählt zu jenen innovativen Unternehmen, die mit einiger Ausdauer saubere Energie erst marktfähig gemacht haben. Aber bei solchen Vorfällen verstehen Öko-Kunden wenig Spaß.
Endlich hatte die Presse mal wieder einen Aufhänger und versuchten die Verbraucher zu verunsichern. Aber die Ökostrombezieher, zu denen natürlich auch ich gehöre, werden LichtBlick treu bleiben.LichtBlick liefert uns ein Stromprodukt, das vollständig durch Lieferverträge mit ökologischen Stromerzeugern auf Basis von regenerativen Energieträgern abgedeckt ist. Grundlage der bezogenen Strommengen sind die Prognosen zu unserem künftigen Bedarf. Leider, und das gibt LichtBlick auch zu, müssen momentan fehlende Strommengen von ca. 0,5% (!) über die Strombörse bezogen werden und daß ist leider “grauer Strom” ohne Herkunftsangaben. Es gibt bisher keine Strombörse für regenerative Energie! Aber LichtBlick und andere Ökostromanbieter werden durch den Zufluß vieler neuer Kunden den Markt hoffentlich verändern. LichtBlick wird jetzt aktuell durch Mehrbestellungen von Ökostrom gewährleisten, daß der Graustrom ausgeglichen wird. Über hundert Jahre haben monopolistische Strukturen den Markt beherrscht und unter sich aufgeteilt, lassen wir den Ökostromanbietern etwas Zeit, unsere Ziele vom Klimaschutz durch Veränderungen neu zu gestalten!
[...] elementar, damit wir handlungsfähig bleiben. Schade nur, das die Informationslage sich besonders verworren beim drängenden globalen Problem Klimawandel zeigt, und zu dumm nur, dass grade hier radikale und [...]